Wann sollte ein Kind zum ersten Mal zum Augenarzt?
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Spätestens im Alter von zwei bis drei Jahren empfehlen wir eine vollständige Augenuntersuchung – auch dann, wenn Ihr Kind keine Beschwerden zeigt. Früher, nämlich in den ersten Lebensmonaten, ist eine Kontrolle sinnvoll, wenn in der Familie Schielen, starke Fehlsichtigkeiten oder Augenerkrankungen vorkommen oder wenn Ihnen an den Augen Ihres Kindes etwas auffällt. In unserer Kinderaugenarztpraxis in Glattpark (Opfikon) untersuchen wir Kinder aus der Stadt Zürich und dem ganzen Kanton.
Wann ist eine Sehschule sinnvoll?
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Eine Sehschule ist sinnvoll, wenn ein Kind schielt, den Kopf schief hält, häufig blinzelt, über Kopfschmerzen klagt, beim Lesen Mühe hat oder wenn ein Auge schwächer sieht als das andere. In der Sehschule prüft unsere Orthoptistin das Zusammenspiel beider Augen, die Augenbewegungen und das räumliche Sehen. Ebenso sinnvoll ist ein Termin als Vorsorge, bevor das Kind in den Kindergarten kommt.
Was macht eine Orthoptistin?
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Die Orthoptistin ist die Spezialistin für Schielen, Schwachsichtigkeit (Amblyopie) und Störungen der Augenbewegungen. Sie misst den Schielwinkel, prüft das beidäugige und räumliche Sehen und begleitet die Therapie mit Brille, Prismen oder Okklusion (Abkleben). Ihre Befunde bespricht sie direkt mit dem Augenarzt, der die Diagnose stellt und die Behandlung festlegt.
Wie erkenne ich Sehprobleme bei meinem Kind?
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Kinder sagen selten, dass sie schlecht sehen – sie kennen es nicht anders. Achten Sie auf schielende oder zitternde Augen, eine schiefe Kopfhaltung, Zusammenkneifen der Lider, häufiges Reiben, Lichtempfindlichkeit, tränende Augen, Kopfschmerzen, kurze Konzentrationsspanne, ungeschickte Bewegungen oder Schwierigkeiten beim Lesen und Abschreiben von der Wandtafel. Bei solchen Zeichen lohnt sich eine augenärztliche Abklärung.
Können auch Babys und Kleinkinder augenärztlich untersucht werden?
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Ja. Wir untersuchen bereits Säuglinge und Kleinkinder, die noch nicht sprechen. Die Messungen erfolgen spielerisch und berührungslos – zum Beispiel mit dem Plusoptix-Kinderrefraktometer, das die Brillenstärke aus rund einem Meter Distanz in Sekunden bestimmt. Ergänzt wird dies durch die Beurteilung von Blickverhalten, Augenstellung und Augenhintergrund.
Was passiert bei einer Kinderaugenuntersuchung?
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Rechnen Sie mit 45 bis 90 Minuten. Zur Untersuchung gehören ein altersgerechter Sehtest, die orthoptische Prüfung von Augenstellung und beidäugigem Sehen, die Messung der Brillenstärke (Refraktion) sowie die augenärztliche Untersuchung des vorderen Augenabschnitts und des Augenhintergrunds. Wir erklären jeden Schritt und nehmen uns Zeit, damit Ihr Kind ruhig mitmachen kann.
Muss mein Kind Augentropfen bekommen?
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Häufig ja. Die Tropfen erweitern die Pupille und schalten die Naheinstellung vorübergehend aus. Nur so lässt sich die Brillenstärke bei Kindern zuverlässig messen und der Augenhintergrund vollständig beurteilen. Danach sieht Ihr Kind einige Stunden in der Nähe unscharf und ist lichtempfindlich – nehmen Sie Sonnenbrille und Mütze mit.
Wann sollte Schielen abgeklärt werden?
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So früh wie möglich. Auffälliges Schielen nach dem dritten Lebensmonat gehört immer untersucht, ein plötzlich auftretendes Schielen umgehend. Auch kaum sichtbares Mikroschielen kann dazu führen, dass ein Auge schwachsichtig wird. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Aussichten für die Sehentwicklung.
Wie wird eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) behandelt?
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Zuerst wird die Ursache korrigiert – meist mit einer genau angepassten Kinderbrille. Zusätzlich wird das stärkere Auge zeitweise abgeklebt (Okklusion) oder mit Tropfen gebremst, damit das schwächere Auge trainiert wird. Die Behandlung wird individuell festgelegt und in regelmässigen Kontrollen in der Sehschule angepasst.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
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Sehschule und Orthoptik bieten wir von Montag bis Freitag an, Abklärungen und Kontrollen von Montag bis Samstag. Termine vergeben wir zeitnah – am schnellsten geht es telefonisch unter 044 251 11 21.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
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Augenärztliche Untersuchungen und die Sehschule sind Pflichtleistungen der obligatorischen Grundversicherung und werden nach Tarmed abgerechnet. Brillengläser für Kinder werden bis zum 18. Lebensjahr im Rahmen der gesetzlichen Beiträge mitfinanziert.
Was soll ich zum Termin mitbringen?
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Versichertenkarte, eine allfällige Zuweisung, die aktuelle Brille oder Kontaktlinsen, frühere Berichte sowie ein Lieblingsspielzeug. Planen Sie genügend Zeit ein und kommen Sie mit einem ausgeruhten Kind – so gelingt die Untersuchung deutlich entspannter.